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Home > Archiv > 2. Fotostrecken-Archiv > 2.8 Fotostrecken 11/12 > Frauen-WM 2011 Viertelfinale: Deutschland - Japan

Enttäuschung bei Nadine Angerer (Foto: Firo)
Enttäuschung bei Nadine Angerer (Foto: Firo)

Nadine Angerer/ Deutschland:

Minutenlang blickte Nadine Angerer nach der vollkommen überraschenden Niederlage gegen Japan apathisch ins Leere. Viertelfinalaus der Deutschen Nationalmannschaft. Gegen Japan. Im eigenen Land. Keiner hatte auch nur einen Gedanken an eine solche vermeintliche Absurdität verschwendet, und doch war sie eingetreten. An Nadine Angerer jedoch hatte es – wie so oft zuvor – nicht gelegen.

Hoch konzentriert war sie ins Spiel gegangen, stets in dem Wissen: jedes Tor kann hier – jenseits der Gruppenphase – entscheidend sein. Und so war sie stets auf dem Posten, beispielsweise bei einem Fernschuss von Sakaguchi in der 15. Minute. Auch ihren Strafraum beherrschte sie weitestgehend. Sie war da, wenn sich ihre Vorderleute wieder einmal den einen oder anderen Schnitzer erlaubten. Lediglich die Kommunikation zwischen Angerer und ihren Vorderleuten schien das ein oder andere Mal verbesserungswürdig. Aber man merkte, dass da hinter den deutschen Abwehrreihen jemand agierte, der eine unglaubliche Präsenz ausstrahlte, der ihren Vorderleuten einen wahnsinnigen Rückhalt gab, so dass diese auch nach ihren Fehlern weiterhin unbeschwert nach vorne spielen konnten. Zusammengefasst könnte man also sagen: auch wenn es vorne nicht lief, machte man sich absolut keine Gedanken darüber, hier auszuscheiden. Zu sicher wirkte Nadine Angerer.

Doch dann kam die Verlängerung und mit ihr die spielentscheidende 108. Minute. Sawa überspielte mit einem feinen Pass die deutsche Abwehr und brachte Maruyama in Stellung, die aus spitzem Winkel aufs Tor zulief. Angerer machte die kurze Ecke zu, Maruyama entschied sich fürs lange Eck und vollendete. Der Treffer schien nicht ganz unhaltbar. Zu offensichtlich und sehr frühzeitig hatte sich Angerer in die kurze Ecke des Tores geworfen. Wäre sie einfach länger stehen geblieben, dann hätte sie eine deutlich bessere Chance gehabt, diesen Treffer abzuwehren.

Da es den Deutschen nicht gelang, den Ausgleichtreffer zu erzielen, blieb es für Angerer bei ihrer unglücklichen Turnier-Bilanz. Kaum geprüft, dennoch vier Gegentore. Fußball kann so ungerecht sein.

Ayumi Kaihori/ Japan

Die Leistung der japanischen Fängerin war schon beeindruckend an diesem Abend. Auch wenn sie lange Zeit nicht geprüft wurde. Dennoch blieb Ayumi stets konzentriert und als die Deutschen nach dem Führungstreffer der Japaner endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachten, war Kaihori zur Stelle.

Und zwar nicht nur auf der Linie, wo sie mit teils großartigen Paraden gegen die Versuche von Behringer und da Mbabi zur Stelle war. Nein, Kaihori zeigte diesmal auch etwas, was vielen ihrer Kolleginnen bei diesem Turnier bislang nicht gelungen war: eine sichere Strafraumbeherrschung. Auch wenn das für die gerade einmal 1,70 Meter messende Torfrau gegen die deutschen Hüninnen alles andere als einfach war. Doch Kaihori fing alle Bälle ab, die zu nahe an ihr Tor pflogen und beherrschte ihren 5-Meterraum souverän.

Lediglich bei der eigenen Spieleröffnung zeigte die quirlige Keeperin die eine oder andere Schwäche. Doch geschenkt. Schließlich steht man im Halbfinale der WM.

Foto Firo - Bilder zum Vergrößern anklicken


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