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Home > Magazin > torwart.de-kompakt 25/26 > Bundesliga > Eintracht Frankfurt: Erneuter Torwartwechsel zu Kaua Santos

Eintracht Frankfurt: Torwart-Rochade bei der Eintracht

Dino Toppmöller setzt erneut auf Kaua Santos

Autor: T. Rübe - 08.01.2026

Das neue Jahr beginnt bei Eintracht Frankfurt mal wieder mit einer neuen Entscheidung. So hat sich Cheftrainer Dino Toppmöller erneut für einen Wechsel auf der Torwart-Position entschieden. Die wieder einmal neue Nummer 1 ist bei den Hessen Kaua Santos. Laut Toppmöller präsentierte sich der 22-Jährige in den vergangenen Wochen sowohl körperlich als auch mental in einer Topverfassung und habe sich daher die erneute Chance verdient.

Gänzlich überraschend kommt der abermalige Wechsel nicht. Schon vor der Saison sollte der Brasilianer das Erbe von Kevin Trapp antreten und die neue starke Nummer 1 bei den Adlerträgern sein. Auch der Transfer von Klub-Ikone Trapp hing damit zusammen, dass man Santos als langjährigen Stammtorhüter ansieht und er dazu auch bereit sei, diese Nachfolge nun auch dauerhaft anzutreten, nachdem er bereits in der vergangenen Saison sein enormes Potenzial immer wieder angedeutet hat. Dass zahlungskräftige Klubs aus Saudi-Arabien und England verstärktes Interesse bekundet hatten, verstärkte in Frankfurt auch die Haltung, auf den ehemaligen Kapitän der brasilianischen U20-Nationalmannschaft zu setzen und diesen weiter aufzubauen.

Manch einer sieht ihn als zukünftigen Weltklasse-Torhüter. Dennoch verlief die aktuelle Spielzeit für ihn denkbar ungünstig. In den ersten Spielen durfte noch Neuzugang Michael Zetterer auflaufen, doch war von Beginn an klar, dass der ehemalige Bremer dauerhaft als Backup fungieren soll. Dies wurde auch dem 30-Jährigen bereits in den Transferverhandlungen ganz klar kommuniziert. Von daher zeigte sich dieser auch nicht vor dem Spiel gegen Union Berlin seinerzeit überrascht, als sich für Kaua Santos entschieden wurde. Vielmehr wurde da die klare Vereinbarung auch in die Tat umgesetzt.

Defensiv-Probleme und die Rückkehr zum Frankfurter Geschäftsmodell

Gleichzeitig begann aber eine Gegentor-Flut, die die Hessen bis zum letzten Spiel im Kalenderjahr 2025 fest im Griff hatte. Mit 30 Gegentoren in 15 Liga-Spielen stellt die Eintracht die zweitschlechteste Defensive und auch in der Champions League hagelte es bisweilen Gegentore. Mit jeweils 1:5 unterlag man den Schwergewichten Atletico Madrid und dem Liverpool FC, wobei das Heimspiel gegen Liverpool die Abkehr von Kaua Santos bedeutete, nachdem dieser in den Spielen zuvor keine Sicherheit ausstrahlen konnte und mit ihm die Defensive deutlich anfälliger wirkte. Zetterer hingegen spielte zunächst wie schon in den ersten Einsätzen grundsolide, wenngleich er auch nur selten wirklich glänzen konnte. Gleichzeitig zeichnet er sich vor allem durch eine enorm hohe fußballerische Qualität aus. Auf der Linie hat Santos wiederum das größere Potenzial. Seine enorme Körpergröße von 1,98 m paart er mit einer für die Statur außergewöhnlichen Dynamik und auch bei hohen Bällen präsentiert sich der Brasilianer deutlich risikofreudiger als Zetterer.

Dieser zeigte sich in den letzten Spielen vor dem Jahreswechsel wiederum schwächer und streute den einen oder anderen Fehler in seine Darbietungen ein. Zusätzlich fiel aber auch auf, dass Zetterer nach jedem Gegentor die Vordermänner regelrecht zusammenschrie – auch wenn er selbst als Auslöser für den Gegentreffer verantwortlich war. So konnte er auch keine Sicherheit ausstrahlen, sondern wirkte weniger fokussiert. Die einstige vermeintliche Stärke, dass er die Defensive wachrütteln könnte, entpuppte sich als zunehmendes Problem. Gleichzeitig war auch klar, dass Santos auch aus finanzieller Sicht auf Dauer wieder spielen muss, um sich weiterentwickeln zu können. Das Frankfurter Geschäftsmodell besteht aus gewinnbringenden Transfers, nachdem man talentierte Spieler selbst stark ausbildet. Auch bei Kaua Santos ist dieses Modell nicht anders.

Das Risiko des Experiments: Alles oder Nichts in der Rückrunde

Toppmöller verriet, dass Zetterer die Entscheidung professionell aufgenommen habe und sich seit Saisonbeginn immer in den Dienst der Mannschaft gestellt habe. Doch auch Kaua Santos habe sich nach seiner Degradierung ähnlich verhalten. Allerdings bietet das abermalige Umentscheiden bezüglich der Torhüter auch die Möglichkeit, dass beide Torhüter bei den Hessen regelrecht verbrannt sein könnten. An beiden Torhütern hat der Coach bisher gewisse Zweifel gehabt, sodass er sich für den insgesamt dritten Wechsel auf der Torwart-Position binnen eines halben Jahres entschieden hat. Eine wiederholte Abkehr von Santos im Laufe der Rückrunde könnte aber auch sein Selbstbewusstsein nachhaltig negativ beeinflussen, sodass dieser in Frankfurt auch nicht mehr zur unangefochtenen Stammkraft werden könnte. Ähnlich verhält es sich aber auch mit Zetterer. Sollte sich in der Rückrunde die Situation mit Santos an der Spitze aber nicht stabilisieren und normalisieren, so müsste man im Sommer eine neue starke Nummer 1 verpflichten, während das Experiment mit dem jungen Brasilianer als gescheitert erklärt werden müsste.


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