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Michael Gspurning vor dem Abschied – eine Ära endet leise

Nach acht Jahren sucht der österreichische Torwarttrainer eine neue Herausforderung – Ziel Premier League

Autor: T. Rübe - 27.02.2026

Nach acht Jahren beim 1. FC Union Berlin steht Torwarttrainer Michael Gspurning offenbar vor einem Abschied von der Alten Försterei. Noch ist nichts offiziell, doch die Anzeichen mehren sich, dass sich die Wege zwischen Verein und Torwarttrainer trennen könnten – ein Einschnitt, der weit über den reinen Positionswechsel hinausgeht. Dabei möchte der Torwarttrainer seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern und sucht offenbar eine neue Herausforderung. Wie die „BILD“ berichtet, möchte der Österreicher, der seit 2023 auch der Torwarttrainer der österreichischen Nationalmannschaft ist, eine Mannschaft möglichst auf Champions-League-Niveau betreuen. Konkret liebäugelt der 44-Jährige mit einem Engagement in der Premier League.

Gspurning hat in Berlin eine klare Handschrift hinterlassen. Nachdem er 2016 zum damaligen Zweitligisten wechselte, beendete er ein Jahr später seine aktive Laufbahn und wechselte ins Trainerteam. Zunächst als Torwarttrainer im Nachwuchs und später als fester Bestandteil des Bundesliga-Teams, baute er konsequent ein modernes, abgestimmtes Torwartkonzept auf. Seine Arbeit war geprägt von Struktur, Fachlichkeit und einem ausgeprägten Verständnis für individuelle Entwicklung. Unter seiner Anleitung machten sowohl Andreas Luthe als auch Frederik Rønnow deutliche Fortschritte – jeweils auf ihre eigene Weise, aber immer getragen von Gspurnings ruhiger, analytischer Art. Vor allem Rønnow profitierte von der langen Zusammenarbeit.

Sollte sich der Abgang bestätigen, wäre das nicht nur ein personeller Verlust, sondern auch ein kultureller. Gspurning verkörperte jene Mischung aus Bodenständigkeit und Professionalität, die den Klub lange ausgezeichnet hat. Die Frage wird sein, ob Union diesen Stil beibehält – oder ob ein neuer Ansatz gewählt wird, der die Entwicklung der Torhüter künftig in andere Bahnen lenkt. Im November sagte Gspurning: „Natürlich freut es mich, wenn meine Arbeit wahrgenommen wird. Auch von Klubseite spüre ich die Wertschätzung. Ich gehe mit solchen Themen sehr reflektiert um und sie sind Teil des Geschäfts. Entscheidend ist für mich aber, dass ich meinen Horizont stetig erweitere: sportlich, fachlich und menschlich. Mit neuen Impulsen kann ich meine tägliche Arbeit bestmöglich vollbringen und meinen eigenen Entwicklungsweg konsequent weitergehen.“

Für Cheftrainer Steffen Baumgart ist es ein schwerer Verlust: „Wir verlieren jemanden, der für die Mannschaft sehr wichtig ist und auch für das Trainerteam, der innerhalb der Torwartgruppe nicht nur eine hohe Akzeptanz genießt, sondern die Truppe führt, das ist natürlich schmerzhaft. Michael ist jemand, der bei vielen Stationen unterwegs war, viel gelernt hat, ein sehr offener Mensch ist und immer etwas Neues erleben möchte. Nach einer sehr langen Zeit bei Union hat er sich entschieden, einen neuen Weg zu gehen.“


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