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VfB Stuttgart: Hellstern verlängert, Seimen soll als Nummer 1 aufgebaut werden, Nübel vor dem Abschied

VfB Stuttgart stellt die Weichen für die Zukunft im Tor

Autor: T. Rübe - 29.04.2026

Die Teilnahme am internationalen Wettbewerb ist dem VfB Stuttgart nicht mehr zu nehmen. Bei noch drei ausstehenden Spielen haben die Schwaben 14 Punkte Vorsprung auf die Ränge 7 und 8, wobei der siebte Platz noch zur Teilnahme an der Europa Conference League berechtigen würde. Daher kann der Klub schon die Weichen für die kommende Saison stellen, auch wenn es noch darum geht, ob man in der nächsten Spielzeit in der Europa League oder gar in der Champions League antreten wird.

Auf der Torwart-Position hat der VfB nun die erste Vertragsverlängerung eingetütet und den Kontrakt mit dem 18-jährigen Talent Florian Hellstern langfristig verlängert. Bisher hatte sein Arbeitspapier eine Laufzeit bis 2027. Auch wenn der Klub keine genaue Datierung nennt, berichtet transfermarkt.de über eine Laufzeit bis 2030. Der 1,88 m große Torwart spielt derzeit in der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart in der 3. Liga und ist dort die klare Nummer eins. Insgesamt 25 Einsätze absolvierte Hellstern in dieser Saison.

Hellstern, seit 2017 im Verein, zeigte sich glücklich über die Fixierung der weiteren Zusammenarbeit: "Ich freue mich sehr über die Vertragsverlängerung. Der VfB bedeutet für mich ein Stück Heimat. Ich bin in Bad Cannstatt geboren und in Stuttgart aufgewachsen. In meinem Alter bereits in der 3. Liga zu spielen, ist etwas Besonderes. Dieses Privileg hat nicht jeder. Gleichzeitig weiß ich, dass es noch viele Themen gibt, an denen es zu arbeiten gilt." Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth kommentierte die Personalie: "Florian Hellstern hat in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt die Nachwuchsausbildung beim VfB durchlaufen und in der laufenden Saison in der 3. Liga sowie in zahlreichen Trainingseinheiten mit der Profimannschaft seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Florian hat das Potenzial, sich in den kommenden Jahren zu einem Top-Torhüter auf höchstem Niveau zu entwickeln." Gleichzeitig steht laut "BILD" im Raum, dass Hellstern dabei dem Weg von Dennis Seimen folgen soll und in der kommenden Saison für Spielpraxis in die 2. Bundesliga verliehen wird.

Dort zeigte Dennis Seimen in der aktuellen Saison beeindruckende Leistungen beim SC Paderborn und präsentierte sich als einer der stärksten Torhüter der Liga. In der kommenden Saison wiederum soll der 20-Jährige als Stammtorhüter des VfB Stuttgart fungieren. Man traut dem Deutsch-Rumänen jetzt bereits den Sprung auf die große Bühne und auf das internationale Parkett zu. Damit ist bereits in den eigenen Reihen der Nachfolger für Alexander Nübel gefunden. Dieser war in den letzten drei Spielzeiten ein konstant starker Rückhalt in Stuttgart, kehrt aber im Sommer nach München zu seinem Stammverein zurück. Eine weitere Leihe ist nicht angedacht.

Ein fester Transfer wiederum lässt sich aus finanziellen Gründen nicht realisieren. Dem Vernehmen nach verlangen die Bayern eine Ablösesumme von mindestens 20 bis 25 Millionen Euro, was für Stuttgart nicht zu finanzieren ist. Zudem zahlten die Bayern während der Leihe stets einen Großteil des mit elf Millionen Euro hohen Gesamtgehalts. Gleichzeitig ist auch nicht davon auszugehen, dass der dreifache Nationaltorhüter nach der Weltmeisterschaft bzw. zur neuen Saison noch bei den Bayern unter Vertrag stehen wird. Der 29-Jährige hatte sich in den vergangenen Monaten mehrfach dazu geäußert, auch in Zukunft nicht mehr vom Status des Stammtorhüters abrücken zu wollen. Bei den Bayern wird dies für ihn wiederum nicht möglich sein. Dort hat sich Jonas Urbig als formidabler Back-up von Neuer gezeigt. Ihm wird auch die Nachfolge von Neuer zugetraut – etwas, was Nübel seit 2020 versucht, aber nie geschafft hatte.

Mittlerweile wird auch davon ausgegangen, dass Manuel Neuer noch eine Saison dranhängt und im Sommer 2027 seine illustre Karriere beenden wird. So könnte Urbig noch eine weitere Saison optimal auf die Nachfolge des 40-Jährigen vorbereitet werden. Für Nübel wäre wohl das Ausland interessant. Nach der AS Monaco, bei der er vor seiner Station in Stuttgart spielte, wäre es nicht die erste Erfahrung außerhalb der Bundesliga.


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