Mit Albert Riera ist bei Eintracht Frankfurt nun ein neuer Cheftrainer in der Verantwortung. Der Spanier sorgte bereits in den letzten Tagen für einiges Aufsehen, da er bereits über eine bemerkenswerte Vita verfügt, aber auch als sehr streitbarer Charakter gilt. Auch seine Antritts-PK galt als kurios – um markante Aussagen ist der 43-Jährige nicht verlegen gewesen. So sprach er beispielsweise davon, dass die Spieler in Zukunft derart ihm vertrauen würden, dass sie für ihn auch vom Balkon springen würden.
Deutlich wortkarger zeigte er sich dann aber am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin, als er zur Torhüter-Thematik seine Entscheidung nicht bekanntgeben wollte – im Allgemeinen wollte er keinen Namen kommentieren. Viele rechneten daher damit, dass sich der neue Übungsleiter für Michael Zetterer aussprechen würde. Gleichzeitig gab Riera zuvor bereits den Hinweis, dass der Torhüter bei ihm die Hauptverantwortung der Torverteidigung habe und ein Torwart weniger von den Vorderleuten angespielt werden sollte. Dennoch schätze er auch Torhüter, die mit dem Ball umgehen könnten. Eine klare Hierarchie im Tor ließ sich daraus nicht ableiten.
Santos zeigte im Spiel mit dem Ball immer wieder Ungenauigkeiten mit dem Fuß und konnte bisher in seinen Einsätzen in dieser Spielzeit viel zu selten überzeugen. Allerdings gilt Santos im Vergleich zu Zetterer als der bessere Shot-Stopper. Der 30-Jährige, der im Sommer von Werder Bremen gekommen war, gilt hingegen als der bessere Fußballer. Auch im Spiel gegen Union war Santos nicht immer sicher und spielte in der zweiten Halbzeit einen spektakulären Fehlpass, der aber zu keinem Gegentor führte. Für Santos könnte der neue Trainer aber der gebrauchte Glücksfall sein, denn zum einen bekommt der 22-Jährige auch vom neuen Trainer das Vertrauen und darf weiter reifen und zum anderen nimmt Riera mit seiner gesamten Art auch etwas den Druck raus. Der Trainer zieht mit seiner Art ein Stück weit so viel Aufmerksamkeit auf sich wie ein gewisser José Mourinho, sodass es für die Spieler etwas ruhiger wird, da sich alles auf den Trainer konzentriert.
Riera sagte auch, dass er Fehler seiner Spieler akzeptieren würde, sofern sie sich an den Plan halten. Sollte sich Santos also nicht an seine Aufgaben halten, sondern anders als vorher besprochen agieren, könnte er auch schnell wieder auf der Bank landen. Gleichzeitig ist sein Schicksal auch sehr mit dem Erfolg des neuen Trainers verbunden, der bisher nur in Slowenien und der französischen Ligue 2 als Trainer aktiv war. Sollte er mit der Eintracht erfolgreich sein, könnte sich auch Santos wieder enorm stabilisieren. Sonst wäre es ebenso denkbar, dass sich der hoch veranlagte Torhüter, den Manchester United im Sommer für mehr als 35 Millionen Euro verpflichten wollte, als Missverständnis herausstellen könnte.
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