Es war bereits kein Geheimnis mehr, nun wurde der Transfer wirklich durchgezogen. Der SC Freiburg hat Mio Backhaus von Werder Bremen verpflichtet. Die Sockelablöse soll rund 12 Millionen Euro betragen. Inklusive Boni kann die Ablösesumme noch auf insgesamt 15 Millionen Euro anwachsen, was den 22-Jährigen zum Rekordtransfer der Breisgauer macht. Für Backhaus wiederum ist der Wechsel insofern bemerkenswert, als dass er erst seine erste Saison in der Bundesliga wirklich als spielender Torhüter absolviert hat und dabei noch vom Verkauf von Michael Zetterer zu Saisonbeginn profitierte.
Zuvor spielte Backhaus in der Saison 2023/2024 als Nummer 1 beim FC Volendam in der niederländischen Eredivisie. Zwar stieg er letztlich mit dem Klub ab, wurde dennoch zum besten Torhüter der Saison gewählt. Im Sommer 2024 wurde er mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht – er galt als großes deutsches Torhütertalent, musste aber zurück in Bremen ins zweite Glied rücken. In dieser Saison erfolgte der Durchbruch, wobei man Backhaus regelrecht bei dem Hineinwachsen in die neue Rolle zuschauen konnte. Dabei wurde eine gewisse Parallele zu Noah Atubolu deutlich, der in seiner ersten Saison als Nummer 1 beim SC Freiburg auch noch bisweilen unsicher wirkte. Nun ist Backhaus der Nachfolger Atubolus, der zwar offiziell noch Torhüter beim SC Freiburg ist, aber bereits vor Monaten über sein Management zu verstehen gegeben hat, dass er sich einen Vereinswechsel im Sommer vorstellen kann.
Im Hinblick auf den Abgang des bisherigen Stammtorwarts wurde nun direkt nach der Saison der Transfer realisiert und wird auch durch den Klub positiv hervorgehoben. „Mio hat in seiner ersten Bundesliga-Saison eindrucksvoll nachgewiesen, auf welchem hohen Niveau er spielen kann. Seine ruhige und konzentrierte Art kann anstecken“, sagte Sportvorstand Jochen Saier. „Er bedient alle Facetten des Torwartspiels, trägt viel Entwicklungspotenzial in sich und wird auch menschlich sehr gut in unsere Mannschaft passen. Mit Mio werden wir auch in Zukunft ein tolles Torwarttrio haben.“ Backhaus ergänzte: „Es ist eine Tür aufgegangen, bei der ich das Gefühl habe, da passe ich genau durch. Das Gesamtpaket aus den Menschen, mit denen ich hier gesprochen habe, der Stadt, dem Stadion und dem Fußball, der in Freiburg gespielt wird, hat zu dieser Entscheidung geführt. Ich möchte mit der Mannschaft etwas erreichen und freue mich auf den Sport-Club.“
Durch die Verpflichtung von Backhaus als zumindest potenzielle Nummer 1 ist der Weg für Atubolu offen, einen Transfer nun auch wirklich zu realisieren. Ein erklärtes Ziel des Torhüters war in der Vergangenheit die Premier League. Allerdings kann aufgrund der WM ein Wechsel des ehemaligen U21-Nationaltorhüters erst in den letzten Wochen der Transferperiode geschehen.
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