Sportchef Clemens Fritz fügte an: „Der Wechsel von Mio fällt uns sportlich wie menschlich nicht leicht. Mio hat eine beeindruckende erste Bundesliga-Saison gespielt und ist auch innerhalb der Kabine jemand, der durch seinen Charakter für einen absoluten Mehrwert gesorgt hat. Der SC Freiburg hat jedoch ein Angebot abgegeben, das sowohl für Mio sportlich einen hohen Anreiz besitzt als auch für uns wirtschaftlich äußerst lukrativ ist, sodass alle Seiten positiv auf den Wechsel blicken können. Wir wünschen Mio nur das Beste für seine Zukunft. Karl hat bereits in der vergangenen Saison nachgewiesen, dass er ein Torwart auf Top-Niveau ist. Daher freuen wir uns, dass wir auch in der kommenden Spielzeit mit einer starken Nummer eins in die Saison gehen.“
Im vergangenen Sommer war der 1,93 Meter große Este von Premier-League-Club Arsenal London auf Leihbasis zu den Norddeutschen gekommen, blieb mit Ausnahme von zwei Partien aber Bankdrücker, weil sich Stammkeeper Backhaus kaum Schwächen erlaubte. „Letzte Saison fiel es mir persönlich schwer, die Rolle des Ersatztorhüters zu akzeptieren, aber ich habe alles dafür getan, dass diese Saison nicht einfach so verpufft“, sagte Hein nun. „Es war ein sehr lehrreiches Jahr. Ich habe jeden Tag hart trainiert und mein Bestes gegeben, damit meine Entwicklung weitergeht.“ Nach einem Bericht der Werder-nahen „Deichstube“ soll das nun aufgesetzte Arbeitspapier eine Gültigkeit bis 2030 besitzen. Hein dazu: „Das ist echt cool! Und es wird noch cooler! Einen Vertrag bei einem deutschen Bundesligisten zu bekommen – eine tolle Herausforderung, und ich hoffe, alles läuft gut!“
Eine neue Nummer 2 ist im Prinzip auch schon gefunden. So soll dem Vernehmen nach Florian Kastenmeier von Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf kommen. Thioune kennt den Keeper aus gemeinsamen Düsseldorfer Tagen. „Nach Fortunas Abstieg haben wir miteinander geschrieben. Da ging es mir aber weniger um den Spieler Florian Kastenmeier, sondern um den Menschen“, sagt Thioune. Kastenmeier habe trotz des Abstiegs eine gute Saison gespielt, betonte der Bremer Übungsleiter gegenüber der „Deichstube“.
„Natürlich weckt so ein Spieler Begehrlichkeiten. Wir haben uns mit ihm schon frühzeitig auseinandergesetzt, schon vor meiner Zeit als Werder-Trainer. Ein Wechsel nach Bremen wäre eine gute Möglichkeit für ihn, ich weiß aber auch, dass ihn die Fortuna gerne als Identifikationsfigur behalten möchte und er weitere Angebote hat. Als ich damals nach Düsseldorf gekommen bin, haben mir viele dazu geraten, dass ich die Torwartposition verändern soll. Florian hatte nicht das Standing innerhalb des Vereins und der Fanszene“, erinnert sich Thioune – und hält fest: „Für mich gab es aber keine zwei Meinungen. Ich habe sein Potenzial gesehen.“ Das würde er gerne auch in Zukunft weiter aus dem Keeper herausholen: „Sollte Florian ein Teil der Werder-Familie werden, würde mich das freuen, und er könnte sich sicher sein, dass seine Entwicklung als Torhüter noch nicht zu Ende ist.“ Einen großen Fürsprecher hat der Torhüter, der bereits in der ersten Bundesliga spielte, definitiv in Thioune.
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