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Wolfsburg: Grabara vor dem Absprung

Nach Abstiegsschock: Grabara vor Wechsel auf die Insel – Ersetzt ihn ein Herthaner?

Autor: T. Rübe - 28.05.2026

Vor der abgelaufenen Saison sollte und wollte der VfL Wolfsburg um die internationalen Plätze mitspielen. Der Kader wurde dementsprechend bereits über die letzten Jahre aufgebaut und im vergangenen Sommer noch einmal weiter aufgerüstet. Was aber folgte, war aus Sicht der Wölfe ein absolutes Fiasko, welches in dem ersten Abstieg aus der Bundesliga seit 29 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit endete. Aufgrund dieser Situation wird sich die Mannschaft einem gehörigen Umbruch unterziehen müssen, da VW bereits ankündigte, den Etat etwas senken zu wollen. Der Abstieg jedoch bedeutet, dass der komplette Etat für den VfL Wolfsburg von VW von ursprünglich 80 bis 90 Millionen auf insgesamt maximal 55 Millionen Euro gedrückt werden soll. Das umschließt aber nicht nur die Profimannschaft der Männer, sondern auch die Nachwuchsmannschaften sowie die Frauenmannschaft, die nach wie vor die Nummer 2 in Deutschland ist und auch immer wieder international vertreten ist.

Durch den Abstieg jedoch sind es nicht nur finanzielle Gründe, die ein neues Gesicht der Mannschaft regelrecht fordern. Vielmehr werden auch einige Stammspieler und Führungspersönlichkeiten den Klub jetzt nach dem Gang in die Zweitklassigkeit verlassen wollen. Einer, der in diesem Zug immer wieder an vorderster Stelle genannt wird, ist Stammtorhüter Kamil Grabara. Nach dem Abgang von Koen Casteels wurde Grabara zur neuen Nummer 1 gemacht und gehörte in den vergangenen zwei Jahren zu den stärksten Torhütern auf der Linie in der Bundesliga. Ohne einen starken Keeper wie Grabara hätten sich die Wölfe wahrscheinlich noch nicht einmal in die Relegation retten können. Auch dort lag es am 27-Jährigen, dass man überhaupt noch in Unterzahl die Verlängerung des Relegationsspiels erreichte. Doch letztlich konnte auch er den Abstieg nicht mehr verhindern.

Allerdings ging der Klub auch ohne einen möglichen Abstieg davon aus, dass der Pole im Sommer eine neue Herausforderung suchen könnte. Explizit genannt wurde hierbei jeweils die Premier League. Mit seinem Spielstil und den starken Reaktionen auf der Linie passt er dabei auch sehr gut in das Anforderungsprofil auf der Insel. Gleichzeitig wird ein Verkauf des Torhüters Geld in die Kassen spülen, was wiederum bei der Neuausrichtung der Mannschaft einige kleinere Sprünge bedeuten würde. Daher gilt der Keeper als großer und heißer Verkaufskandidat. Allerdings brauchen die Wölfe dabei auch eine neue, starke Nummer 1. Bereits in den vergangenen Wochen wurde dem Klub dabei ein Interesse an Tjark Ernst von Hertha BSC nachgesagt. Dass der junge Torhüter durchaus Wechselabsichten hegt, ist dabei kein Geheimnis. Schon im vergangenen Sommer wurde Ernst mit einem Wechsel ins Ausland in Verbindung gebracht – Interessent hierbei soll der große FC Porto gewesen sein, wenn dort Stammtorwart Diogo Costa den Klub verlassen hätte.

Der 23-jährige Ernst konnte sich in den vergangenen Jahren als einer der stärksten Torhüter in der 2. Bundesliga etablieren und ließ dabei immer wieder durch seine Leistungen erkennen, dass er auch in der 1. Bundesliga durchaus mithalten könnte. Auch die Berliner Hertha geht davon aus, dass Ernst den Verein im Sommer nunmehr verlassen wird. Interessenten sind dabei neben dem VfL Wolfsburg englische Klubs sowie Vereine aus der Bundesliga. Konkret genannt wurden aus dem Berliner Umfeld hierbei Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV und der 1. FSV Mainz 05. Sollten die Wölfe tatsächlich Ernst von sich überzeugen wollen, müssten sie neben einem immer noch lukrativen Vertrag auch eine sportliche Perspektive aufzeigen können, die einen schnellen Wiederaufstieg in die Bundesliga ermöglicht, wenn nicht sogar zwingend aufgreift. Bei den Erstligisten wiederum wäre der Keeper nach aktuellem Stand jeweils nicht die klare Nummer 1, sofern der bisherige Stammtorhüter nicht selbst Wechselabsichten hegen würde.


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