Vor zwei Jahren verpflichtete der FC Augsburg Nediljko Labrovic für 2,5 Millionen Euro von HNK Rijeka, um zu diesem Zeitpunkt den Konkurrenzkampf mit Finn Dahmen aufzubauen. Finn Dahmen war zwar zu diesem Zeitpunkt die Nummer 1 im Klub, konnte aber nicht immer vollends überzeugen. In der Saison 2024/2025 spielte zunächst tatsächlich auch der Neuzugang aus Kroatien und absolvierte 15 Bundesligapartien für die Fuggerstädter – meistens auf solidem Niveau. Nach der Winterpause jedoch konnte sich Dahmen wiederum durchsetzen und hat seitdem mit konstant guten Leistungen seinen Stammplatz im Tor weiterhin verteidigt und sein Standing im Club auch etwas weiter ausbauen können. Zwischenzeitlich reichte es dadurch sogar für erste Nominierungen für die deutsche Nationalmannschaft.
Mit Labrovic scheint man indes im Club nicht mehr zu planen, da man sich in den vergangenen Wochen intensiv mit Daniel Batz beschäftigt hatte. Dieser konnte zwischenzeitlich Robin Zentner im Tor des 1. FSV Mainz 05 verdrängen und wechselt nun ablösefrei zu Borussia Mönchengladbach in die Rolle der Nummer 2 hinter Moritz Nicolas. Augsburg wollte wiederum Batz ebenso als Back-up von Dahmen verpflichten. Jedoch entschied sich der ehemalige Saarbrücker für einen Vertrag bei den Fohlen. Dadurch wird aber deutlich, dass man mit Labrovic in Augsburg nicht mehr plant.
Der Vertrag läuft allerdings noch bis 2029 und soll dem Vernehmen nach für Augsburger Verhältnisse relativ gut dotiert sein. Im Club befürchtet man nun, dass Labrovic seinen Vertrag unter Umständen sogar bis zum Ende der Laufzeit als Nummer 2 aussitzen könnte. Dieser Fall erinnert an die Personalie Tomás Koubek. Dieser kam damals für rund 8 Millionen Euro von Stade Rennes in die Fuggerstadt und sollte dort als klare Nummer 1 dauerhaft aufgebaut werden. Die Leistungen des Tschechen waren aber derart durchwachsen, dass dieser die in ihn gesetzten Erwartungen nie erfüllen konnte. Letztlich blieb Koubek die in seinem Vertrag verankerten fünf Jahre und verließ anschließend den Club ablösefrei. Ein halbes Jahr später wechselte der tschechische Nationaltorhüter zu Slovan Liberec.
Das möchte der FCA bei dem aktuellen Back-up von Dahmen aber zwingend verhindern und sucht daher nach einem Abnehmer für den kroatischen Torhüter. Für den 26-Jährigen wäre ein neuer Verein dahingehend auch sinnvoll, sollte er noch einmal einen weiteren Karriereschritt gehen wollen. Allerdings ist nunmehr davon auszugehen, dass man unter Umständen erst einen neuen zweiten Torhüter holt, wenn sich ein Abgang von Labrovic abzeichnen würde.
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