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Torwartkonzeption - FSV Frankfurt - Norbert Lorz (TWT) im Interview

von T. Schlitzke


Norbert Lorz (Foto Verein)

Der FSV Frankfurt steht etwas im Schatten des großen Nachbarn Eintracht Frankfurt. Wie man dennoch dabei eine besondere Nachwuchsarbeit machen kann, erklärt der Torwarttrainer des FSV, Norbert Lorz, in einem Interview mit torwart.de Auch gibt er einige Hintergründe zur Konzeption des Zweitligisten preis.

torwart.de: Wie sieht aktuell die Arbeit bei den Torhütern aus? Wie viele Torhütertrainer arbeiten im Verein mit dir und wie ist dort die Abstimmung?

Norbert Lorz: Im Nachwuchsleistungszentrum des FSV Frankfurt gibt es drei Torwarttrainer, die eng mit mir zusammenarbeiten. Es gibt klare Abstimmungen und Richtlinien, wie das Training auszusehen hat. Natürlich trainiert man auch die individuellen Stärken der Torhüter.

torwart.de: Wie sieht die derzeitige Konstellation des Torwart-Teams beim FSV aus?

Lorz: Norbert Lorz: Mit André Weis, Sören Pirson und Jannis Pellowski haben wir drei professionelle Torhüter, wobei Jannis zu den Local Playern zählt.

torwart.de: Und wie ist die Situation im Nachwuchs?

Lorz: Grundsätzlich kann man sich immer verstärken. Durch Verletzungen oder Abgänge gibt es auch mal Ausfälle zu beklagen, kommende Saison wechselt beispielsweise unser U15-Torhüter nach Leipzig. Hier müssen wir für die kommende Spielzeit einen adäquaten Ersatz finden, damit auch künftig jede Jugendmannschaft mindestens mit zwei Torhütern besetzt ist.

torwart.de: Was muss ein Torwart in der Jugend mitbringen, dass du ihn unbedingt bei euch haben möchtest?

Lorz: Ehrgeiz, Disziplin, Spaß am Torwartspiel und ein gewisses Talent. Und die Fähigkeit, dieses Talent noch auszureizen. Damit er irgendwann für die erste Mannschaft spielt.

torwart.de: Wie bildest Du Dich persönlich fort?

Lorz: Mit torwartspezifischen Lehrgängen, die auch in meinen Zeitplan passen. Darüber hinaus mit Fachliteratur, Hospitationen und Meinungsaustausch mit Kollegen, also anderen Profi-Torwarttrainern.

torwart.de: Wie hilft Dir der sportwissenschaftliche Hintergrund und die Trainerausbildung bei der täglichen Arbeit?

Lorz: Vieles wird ja allgemein dargestellt, gerade im Profibereich muss man dann schauen, ob das für den einzelnen Torhüter passt. Das Gute ist, dass die Torhüter dann schon eine gute Ausbildung hinter sich haben und man nicht mehr auf die grundlegenden Dinge des Torwartspiels eingehen muss. Man fördert die Stärken und versucht, die Schwächen abzustellen.

torwart.de: Im "Nahkampf" zwischen Eintracht und Euch, könnt ihr hier mit besonderen Vorteilen punkten, was eventuell die Durchlässigkeit zu den Profis betrifft?

Lorz: Die Eintracht hat natürlich einen Namen und hohen Stellenwert in Frankfurt. Talentierte Spieler werden gescoutet und teilweise abgeworben. Aber Jannis Pellowski habe ich beispielsweise schon in der U19 trainiert und er ist nun dritter Torhüter im Profibereich.

torwart.de: Du warst unter vier verschiedenen Trainern Torwarttrainer. Was hat sich für dich jeweils immer geändert und wie verschieden waren diese Trainer in Bezug auf die Torhüter?

Lorz: Bei allen vier Cheftrainern habe ich die volle Verantwortung für die Torhüter getragen und konnte mein Trainingsprogramm so gestalten, wie ich es für richtig halte. Da hat mir niemand Vorschriften gemacht. Unterschiede gibt es natürlich im zwischenmenschlichen Bereich. Aber es war mit jedem Trainer eine hervorragende Zusammenarbeit.

torwart.de: Manchmal werden Torwarttrainer auch mit einem neuen Trainer ersetzt. Hattest du diese Befürchtungen nie?

Lorz: Die Befürchtung hat man immer. Aber es ist auch selten, dass ein neuer Trainer ein komplettes Team mitbringt. Natürlich hat man seinen Platz nicht für immer sicher, aber man muss es positiv angehen.

torwart.de: Wie sind deine Aktivitäten im Rahmen der FFH-Fußballschule und auf was schaust du genau bei den Torwarttagen?

Lorz: Den Torwarttag der FFH-Fußballschule gibt es zweimal im Jahr, dann kommen junge Torhüter im Alter zwischen acht und 15 Jahren ins Frankfurter Volksbank Stadion. Da liegt das Hauptaugenmerk darauf, den Jungs das Torwartspiel näher zu bringen. Klar befindet man sich irgendwann an einem Scheideweg: Bleibe ich Torhüter oder mache doch etwas anderes? Deshalb vermittelt man den Jungs, dass das Torwartspiel etwas Spezielles ist. Und dass sie weiterhin Spaß daran haben.

torwart.de: Ist es ein Traum von dir, einen Torwart von der Jugend bis ins Profitor als Nummer eins zu begleiten?

Lorz: Das ist nicht ganz so einfach und kommt nicht oft vor. Im Falle von Jannis Pellowski war es so, dass wir ihn vom Jugendbereich bis zu den Profis fördern konnten und er diesen Weg auch mitgegangen ist. Im Profibereich muss ein Torhüter schon fertig ausgebildet sein und muss sofort funktionieren. Man sieht eher zu, dass man einen jungen Torwart als Nummer Vier oder Fünf mitlaufen lässt und an die Profi-Mannschaf heranführt.

torwart.de: Die Torhüter haben sich in den letzten 10 Jahren stark verändert. Wie siehst du die Torhüter in 10-20 Jahren? Stehen dann Feldspieler im Tor?

Lorz: Dass sehe ich nicht so. Die heutigen Torhüter sind teilweise besser ausgebildet als ein Feldspieler (schmunzelt). Ein Torwart wird immer die Hände benutzen dürfen, muss im Spielaufbau fähig sein und gut mitspielen können. Daran wird sich auch in den nächsten zehn Jahren nichts ändern.

torwart.de: Danke sehr.

Lorz: Bitte!

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