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Thomas Schlieck "Hautnah" bei torwart.de (14.07.06)

"In Deutschland sind wir auf der Torhüterposition überdurchschnittlich gut besetzt!"

von Marcel Schäfer


Thomas Schlieck: Torwarttrainer der Profis von Arminia Bielefeld (Foto Bielefeld Fotos)
torwart.de: Wie bewertest du die Torwartleistungen in der vergangenen Bundesligasaison?

Thomas Schlieck: Es waren sehr gute Torwartleistungen dabei, mit denen auch Spiele entschieden worden sind bzw. Punkte gewonnen wurden. Grundsätzlich muss man sagen, wenn man die Profiklubs betrachtet, sind wir in Deutschland auf der Torhüterposition mit deutschen Spielern überdurchschnittlich gut besetzt. Es passieren manchmal witzige Sachen, wie das Tor in Kaiserslautern, das Mathias Hain kassiert hat. Das sind Fehler, die sicher mal vorkommen, aber sich nicht wiederholen. Im Großen und Ganzen gab es solide Torhüterleistungen. Wenn ich auf einer Notenskala von 1 bis 6 die Bewertung machen würde, dann würde ich die gesamten Leistungen mit der Note 2,5 bewerten. Wir liegen also in einem guten Bereich.

torwart.de: Hast du ein Beispiel, in dem ein Spiel durch den Torhüter entschieden wurde? Oder kannst du einen Torwart nennen, der öfter die Punkte festgehalten hat?

Schlieck: Das ist schwer. Ich kann jetzt die Spiele der Arminia mit Hain bewerten. Wir haben in der Rückrunde mit elf geschossenen Toren siebzehn Punkte geholt. Das ist fast nicht möglich. In den Spielen, die wir 1:0 gewonnen haben, gab es immer wieder wichtige Aktionen von Hain. Es gibt dann Spiele, wie z.B. gegen Dortmund, in welchem Hain auch unglaubliche Bälle gehalten hat. In der Hinrunde spielst du gegen Hertha 3:0. Das war aber mehr ein Privatduell Hain gegen Marcelinho. Da hat Hain viele schwierige Bälle bzw. Freistöße von ihm gehalten. Das war in einer Phase, in der es 1:0 stand und da war das wichtig, dass er die Bälle gehalten hat. Diese Dinge prägen sich bei mir ein, da ich mit Hain speziell arbeite. Ich kann weniger sagen, welches Spiel z.B. Kahn gewonnen hat. Aufgefallen ist, dass z.B. Koch in Duisburg eine gute Saison gespielt. Er stand ja in Duisburg mehr unter Beschuss und da gab es eher auch Spiele, in denen Koch die Punkte festgehalten hatte. Wenn man genau hinschaut, dann findet man bei jedem Torwart sicherlich ein Spiel, in dem er seiner Mannschaft die Punkte sicherte.

torwart.de: Welcher Newcomer unter den Torhütern hat dich überrascht?

Schlieck: Einen Newcomer in diesem Sinne gibt es nicht. Das kann man an Christian Wetklo gut festmachen. Er hat letztes Jahr (Saison 4/05) am Saisonende ein paar Mal gespielt. Aber wenn ein Torwart reinkommt, der nicht so viel Praxis und Erfahrung hat, braucht er sechs bis acht Spiele, um die Konstanz zu finden, die Ältere dann haben, die 32 Spiele der Saison konstant und souverän spielen und nur ein oder zwei Wackelspiele haben. Das habe ich bei Wetklo beobachtet. Später gab es ein, zwei Spiele kurz vor der Vertragsverlängerung, in denen er unglückliche Gegentore bekam. Erst mit der Vertragsverlängerung hatte er dann die Sicherheit, dass der Verein auf ihn setzt und er hat sich zu einem Garanten entwickelt, so dass Mainz 05 souverän die Klasse gehalten hat. Ansonsten haben die Torhüter gespielt, die sonst auch spielen. Bei den Aufsteigern hat mich gefreut, dass Oka Nikolov so gut und konstant gespielt hat. Das freut mich für ihn, weil er ruhig und schlicht spielt. Georg Koch hatte ein gutes Jahr, aber das Pech, dass die Gesamtqualität der Mannschaft nicht gereicht hat, um in der Liga zu bleiben.

torwart.de: Dann gab es noch bemerkenswerte Auftritte von Florian Fromlowitz?

Schlieck: Das war bemerkenswert, dass er mit den ganzen anderen Jungen bis zum letzten Spieltag die Chance aufrechterhalten hat, die Klasse zu halten. Durch die Verletzungen der anderen Torhüter hatte er mit seinen 19 Jahren nichts zu verlieren. Man wusste, dass er ein guter Torhüter ist und davon gibt es bei den Bundesligisten auf der dritten Torwartposition viele. Den Rhythmus Woche für Woche spielen, sich zu regenerieren, die Spannung zum Spieltag wieder aufzubauen und die Leistung konstant abzurufen, hat er sehr gut hinbekommen. In der Regionalliga hat er das ja auch schon zuvor gezeigt. Dies auf die Bundesliga zu übertragen, ist natürlich klasse. Jetzt bin ich gespannt, wie er das in der zweiten Liga hinbekommt. Jürgen Macho wird ja auch wieder fit sein. Es wird interessant zu sehen, ob er seine Leistungen dann bestätigen kann.


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